22.04.2012, Stuttgart Lindenmuseum: Singende Berge, sprechende Pferde

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Eine musikalisch-erzählerische Reise in die Grassteppe der Mongolei.

Wie sehr die umherziehenden Nomaden, ihre Schafherden und Weiden, das Land und die Wolken mit Musik und Gesang verbunden sind, zeigen der Oberton-Sänger Hosoo & das Ensemble Transmongolia auf musikalische Weise. Die Geschichtenspielerin Uschi Erlewein erzählt dazu alte mongolische Legenden und gibt Einblicke in dieses besondere Kulturerbe.

Das Singen gehört für die Mongolen zum täglichen Leben. Mit Gesang locken sie ihre Tiere an, mit Lobgesängen verehren sie Flüsse, Helden oder ihr Lieblingspferd. Naturgeister sollen durch das Vortragen von gesungenen und gesprochenen Epen günstig gestimmt werden, böse Geister will man vertreiben und die Harmonie im Universum wieder herstellen. Mongolische Epen erzählen vom Kampf zwischen Gut und Böse und sind literarisch hochrangige Dichtungen. Aus der innigen Naturverbundenheit entwickelte sich in der Mongolei der Oberton-Gesang Höömii. Vor allem Kamele und Pferde, Flüsse und Berge, die Winde der Steppen und Wüsten werden vom Höömii-Sänger Hosoo besungen und musikalisch nachgeahmt. So entsteht ein wirkliches Singen mit und in der Natur.

Uschi Erlewein ist mit ihrem Programm „Die weite Welt in Worten“ regelmäßig zu Gast in den Ausstellungen des Linden-Museums. Märchen und Geschichten findet sie nicht nur in Büchern, sie recherchiert auch vor Ort in verschiedenen Ländern wie der Mongolei.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit „Ars Narrandi e.V Wenn Worte wandern“ statt und wird von der Stiftung Landesbank Baden-Württemberg und dem Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart gefördert.

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